Festrumpfschlauchboot – Zodiac und Alain Bombard

Bis Schlauchboot in Bootsform, fester Boden und noch der Außenbordmotor miteinander zum Festrumpfschlauchboot vereint wurden, dauerte es. Erst Alain Bombard (1924-2005, französischer Arzt, Biologe, Politiker) kam auf diese Idee, diese drei Dinge zu vereinigen. Mit einem solchen Konstrukt überquerte Alain Bombard dann im Jahr 1952 den Atlantik.

Später ging Bombard dann beim ehemaligen französischen Flugzeughersteller in Serie. Allerdings baute er auch keine Festrumpfschlauchboote, sondern wieder voll aufblasbare Schlauchboote, die mit Holzeinlegeböden ausgestattet waren und so über eine gewisse Stabilität verfügten.

Diese Boote waren leicht, schnell und sie konnten Platz sparend transportiert werden.

Das Boot wurde schnell erfolgreich, auch weil Jacques Cousteau, ein Freund und Kriegskamerad von Bombard, es nutzte und in seinen Filmen auch zeigte und darüber sprach. Sehr zum Vorteil von Bombard aber sprach Cousteau dabei niemals von einem Schlauchboot, sondern immer von seinem Zodiac. Und so wurde in Frankreich Zodiac auch bald zum Synonym für Schlauchboot, ähnlich wie bei uns Föhn für Haartrockner.

Zodiac-Festrumpfschlauchboote

Die Zodiac-Festrumpfschlauchboote sind heute weltweit im Einsatz. Sie haben einen stärkeren Auftrieb als herkömmliche Boote und dadurch auch eine höhere Tragfähigkeit. Dank der großen Tragschläuche, die dem Zodiac-Festrumpfschlauchboot einen tiefen Schwerpunkt verleihen, liegt ein solches Boot sehr stabil auf dem Wasser. Damit minimiert sich die Wahrscheinlichkeit zu kentern. Eingesetzt werden Zodiac-Boote heute häufig auch als Offshore-Boote mit einem oder mehreren starken Außenbordmotoren. Allerdings muss einZodiac-Boot nicht mit einem Außenborder angetrieben werden, es ist auch möglich, mit Riemen zu paddeln. Wobei ein Schlauchboot mit Motor natürlich immer etwas mehr Spaß macht.

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